Elf Tickets für die Nationalmannschaft: Sechs Meistertitel für Blue Pit-Nachwuchs bei Hitze-DM in Düsseldorf

16 Athletinnen und Athleten aus Frechen kämpften bei fast 40 Grad um den Einzug in die deutsche Nationalmannschaft

Frechen/Düsseldorf. Die Nachwuchsathletinnen und -athleten von Blue Pit haben bei der zweiten Deutschen Meisterschaft für Kids und Juniors im funktionalen Fitness-Sport in Düsseldorf ein beeindruckendes Ergebnis erzielt. Von 16 gestarteten Sportlerinnen und Sportlern qualifizierten sich elf direkt für die deutsche Nationalmannschaft, dazu kamen sechs Meistertitel, zwei Vize-Meisterschaften und drei dritte Plätze.

Ausgetragen wurde die Meisterschaft vom Deutschen Bundesverband funktionaler Fitness (DBVfF) über zwei Wettkampftage, wobei der Samstag mit fast 40 Grad im Alma Performance Center für extreme Bedingungen sorgte. Unter diesen Bedingungen mussten die jungen Athletinnen und Athleten ihre Bestleistungen abrufen, was die Ergebnisse von Team Blue Pit zusätzlich aufwertet. Für die Teilnehmenden ging es dabei um mehr als Medaillen, denn das Turnier diente zugleich als Qualifikation für die deutsche Nationalmannschaft.

Altersklasse 12 Jahre und jünger

Bei den Jungen überzeugte Ben Lefler (12 Jahre und jünger) mit einer makellosen Vorstellung und sicherte sich mit der bestmöglichen Punktzahl von fünf Zählern den Meistertitel. Er gewann dabei alle fünf Wertungen, von der Endurance (Ausdauer) bis zur abschließenden Bodyweight-Übung (Übung mit dem eigenen Körpergewicht), ohne auch nur einmal einen zweiten Platz zuzulassen.

Ebenfalls bei den Jungen kam Joshua Neu (12 Jahre und jünger), der dem Nachwuchsleistungsförderungsprogramm von Blue Pit angehört, mit konstanten Leistungen auf den dritten Platz. Seine beste Einzelplatzierung erreichte er in der Endurance-Wertung mit dem zweiten Platz.

In der Mädchen-Division gewann Lara-Marie Esser (12 Jahre und jünger), die ebenfalls dem Nachwuchsleistungsförderungsprogramm von Blue Pit angehört, den deutschen Meistertitel mit der bestmöglichen Punktzahl von fünf Zählern. Sie belegte in allen fünf Workouts den ersten Platz und setzte sich damit in ihrer Division ohne Punktverlust durch.

Elsa Sahi (12 Jahre und jünger) sicherte sich bei den Mädchen mit elf Punkten den zweiten Platz und qualifizierte sich damit ebenfalls für die deutsche Nationalmannschaft. In vier ihrer fünf Workouts belegte sie exakt den zweiten Rang.

Altersklasse 13 bis 14 Jahre

Bei den Mädchen zeigte Team Blue Pit in der Altersklasse 13 bis 14 die größte Stärke des gesamten Turniers, denn zwei Athletinnen belegten dort die ersten beiden Plätze. Mila Lamee (13 bis 14 Jahre) sicherte sich mit zwölf Punkten und drei Workout-Siegen den Meistertitel, nachdem sie sich im Mittelteil mit drei aufeinanderfolgenden Erfolgen entscheidend absetzte. Ihre Vereinskollegin Elisa Johnen (13 bis 14 Jahre) kam mit 15 Punkten auf den zweiten Platz und rundete damit den Doppelerfolg der beiden Blue Pit-Athletinnen ab. Am zweiten Wettkampftag steigerte sie sich noch einmal deutlich und gewann zwei aufeinanderfolgende Workouts in den Wertungen Bodyweight und Power (Explosivkraft).

Auch Frida Sahi (13 bis 14 Jahre) und Martha Wolf (13 bis 14 Jahre) traten bei den Mädchen für Blue Pit an und zeigten starke Einzelleistungen. Frida Sahi belegte mit 26 Punkten den fünften Gesamtrang und bewies mit dem zweiten Platz im reinen Bodyweight-Test ihre Athletik. Martha Wolf wurde mit 29 Punkten Sechste und belegte im Skilltest (technische Fertigkeiten) einen starken zweiten Platz. Gefordert war dort unter anderem Handstandlaufen mit Pirouette (Drehung im Handstand), was eine hohe Körperkontrolle und technische Sicherheit verlangte.

Bei den Jungen sicherte sich Bastian Trunz (13 bis 14 Jahre) mit 18 Punkten den dritten Platz und qualifizierte sich damit ebenfalls für die deutsche Nationalmannschaft. Seine Konstanz war dabei bemerkenswert, denn in fünf der sechs Workouts erreichte er einen Platz unter den besten drei seiner Division.

Altersklasse 15 bis 16 Jahre

Bei den Jungen lieferte Simon Lersch (15 bis 16 Jahre) die dominanteste Einzelleistung des gesamten Turniers ab und sicherte sich mit nur acht Punkten souverän den Meistertitel. In vier der sechs Teildisziplinen setzte er sich dabei jeweils an die Spitze und ließ der Konkurrenz keine ernsthafte Chance. Besondere Bedeutung erhält seine Leistung auch durch den Blick auf die internationale Bühne, denn Simon ist der einzige deutsche Jugendliche, der bei den CrossFit Games, dem weltweit höchstrangigen Wettkampf der Sportart, in der Jugend-Division antreten wird. Philipp Lindenthal (15 bis 16 Jahre) ergänzte den Blue Pit-Erfolg in dieser Division mit dem dritten Platz und qualifizierte sich damit ebenfalls für die deutsche Nationalmannschaft. Den Ausschlag gab dabei die bessere Einzelplatzierung gegenüber dem punktgleichen Viertplatzierten, wozu unter anderem zwei zweite Plätze im Kraft- und im Power-Test beitrugen.

Bei den Mädchen belegte Ayda Abel (15 bis 16 Jahre) mit 33 Punkten den sechsten Platz und zeigte ihre beste Leistung im kräftezehrenden Bodyweight-Test. Dort kämpfte sie sich bis auf den vierten Rang vor, was ihr bestes Einzelergebnis des gesamten Wochenendes blieb. Auch Georgina Gavra (15 bis 16 Jahre) ging bei den Mädchen für Blue Pit an den Start, musste den Wettkampf am zweiten Tag jedoch vorzeitig beenden.

Altersklasse 17 bis 18 Jahre

In der ältesten Altersklasse der 17- bis 18-Jährigen bescherte Team Blue Pit sich den doppelten Meistertitel, sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen. Bei den Mädchen gewann Lorena Ferre Djamschidi (17 bis 18 Jahre) mit neun Punkten und vier aufeinanderfolgenden Workout-Siegen souverän die Goldmedaille und qualifizierte sich damit für die deutsche Nationalmannschaft. Bei den Jungen sicherte sich Guillermo Fernando Zabala Martinez (17 bis 18 Jahre), im Verein unter dem Spitznamen „Luigi” bekannt, mit zwölf Punkten und drei Punkten Vorsprung den Meistertitel. Besonders im Kraft-Test setzte er mit 102 Kilogramm eine starke Marke, als er einen Complex aus 1RM Clean (einmaliges Umsetzen), Hang Clean (Umsetzen aus dem Hang) und STOH (Schulter-über-Kopf-Bewegung) erfolgreich absolvierte.

Für die elf direkt qualifizierten Blue Pit-Athletinnen und -Athleten heißt das nächste Ziel nun die Europameisterschaft, für die sie sich in den kommenden Wochen intensiv vorbereiten werden. Vom 20. bis 23. August tritt das Team in Bath gegen die europäische Konkurrenz an, wobei die starke Bilanz von Düsseldorf berechtigte Hoffnungen auf weitere Podestplätze weckt.